Ehemaliges Hotel wird Raub der Flammen
|
Eingesetzte Kräfte: | |||||||||||
Eingesetzte Fahrzeuge der Feuerwehr Oker: |
||||||||||||
Um 06.08 Uhr wurde ein Rettungswagen, der gerade auf dem Weg von Clausthal-Zellerfeld nach Goslar war, von einem Autofahrer angehalten und auf eine starke Rauchentwicklung an der B241 aufmerksam gemacht und informierten die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle. Die Kameraden aus Goslar waren gerade noch auf dem Rückweg einer ausgelösten Brandmeldeanlage in der Baßgeige, dadurch konnte innerhalb kurzer Zeit eine Lage- erkundung vorgenommen werden. Zu diesem Zeitpunkt drang dichter Qualm aus fast dem gesamten Gebäude des Restaurants und Hotels Haus Gosetal. Daraufhin wurden auch die Ortsfeuerwehren Oker und Hahnenklee-Bockswiese mit einer zweiten Drehleiter alarmiert.
Kurz nach Ankunft der Einsatzkräfte aus Oker kam es zu einer Rauchgasdurchzündung. Zu der starken Rauchentwicklung, die bis in den Oberharz zu sehen war, gab es jetzt eine offene Flammenbildung. Mehrere Trupps mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, 4 B-Rohre, mehrere C-Rohre und zwei Wenderohre waren im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Ein Trupp öffnete das Garagentor und fand einen PKW vor, fast zeitgleich kam die Meldung über den Fund eines verstorbenen Hundes. So wurden weitere Trupps in das Gebäude geschickt, um nach eventuell im Gebäude befindlichen Personen zu suchen. Doch nach kurzer Zeit musste der Innenangriff abgebrochen werden, da das Gebäude Einsturzgefährdet und die Hitzeentwicklung zu groß war. Gegen sieben Uhr waren auch die Ortsfeuerwehren aus Hahndorf, Jerstedt und Langelsheim am Einsatzort eingetroffen. Die Feuerwehr Hahndorf übernahm die Zentrale Atemschutzüberwachung. Von dort aus wurde der gesamte Atemschutzeinsatz mit den Trupps aus den sechs Feuerwehren koordiniert. Der Atemschutzcontainer der FTZ, sowie das DRK sorgten für Nachschub bzw. für Verpflegung. Eine enorme Hitze und Wind sorgten immer wieder für eine entfachung der Flammen an verschiedenen Stellen. Die Wasserversorgung wurde aus der nahe fließenden Gose, sowie einem Fischteich mit 3 PFPN und zwei Löschfahrzeugen sichergestellt.
Die Entscheidung den Innenangriff abzubrechen zeigte sich im Verlauf des Einsatzes als richtig. Das Hauptteil des Gebäudes brach unter starker Rauchentwicklung und lautem Krachen zusammen. Zum Glück hielt sich in dem Moment kein Feuerwehrmann in dem Gefahrenbereich auf. Einige Zeit später erreichte eine erleichternde Meldung die Einsatzkräfte - es waren keine Personen mehr im Gebäude, als das Feuer ausbrach. Auch der vermeintliche Hund stellte sich nur als Stofftier in Lebensgröße heraus.
Das Gebäude war nicht mehr zu Retten und wurde ein Raub der Flammen. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Nachmittag hinein. Ein angeforderter Bagger ließ gezielt Gebäudeteile einstürzen, um einem späteren unbeabsichtigten Einsturz vorzubeugen und die Brandnester zu erreichen.
Die Feuerwehren aus Oker, Jerstedt und Langelsheim konnte die Einsatzstelle gegen 12 Uhr verlassen. Ab 18 Uhr wurden die Kräfte der Feuerwehr Goslar für Nachlöscharbeiten und eine Brandwache abgelöst. Für die Nachlöscharbeiten gibt es einen weiteren Einsatzbericht.
Siehe auch Bericht der Feuerwehr Goslar.
Einsatzfotos
Quelle oder weiterführende Informationen
|
Presselink |
