Eine emotionale Jahreshauptversammlung liegt hinter der Okeraner Feuerwehr. Denn neben den Berichten der Abteilungen, Beförderungen und Ehrungen gab es auch drei Verabschiedungen. Bei der Verabschiedung der Jugendwartin Kerstin Rademacher flossen dann sogar viele Tränen...

"Besser kann eine Feuerwehr nicht demonstrieren, was die Gemeinschaft ausmacht – und warum es toll ist, dabei zu sein." - So beschrieb die Goslarsche Zeitung die Verabschiedung der scheidenden Jugendfeuerwehrwartin Kerstin Rademacher, die sich aus beruflichen Gründen zu diesem Schritt entschied. Und dass es ihr nicht leicht fiel konnte man bereits bei ihrem Jahresbericht hören und sehen. Zum Ende ihres Berichtes ergriff Rademacher ein paar persönliche Worte und bedankte sich für eine tolle, lustige und spannende Zeit. Insgesamt 14 Jugendfeuerwehrmitglieder übergab sie in ihren sieben Jahren als Jugendwartin und zuvor zwei Jahren als Stellvertreterin in den Einsatzdienst. Als Rademacher ihre letzten Worte schweren Herzens über die Lippen gebracht hatte zollte ihr die gesamte Versammlung große Anerkennung mit Standing Ovations. Man sah es der scheidenden Jugendwartin an, dass Jugendfeuerwehr für sie eine absolute Herzenssache war und ist. Kaum war die Anspannung von ihr ein wenig abgefallen holte sie der Abschied doch wieder ein. Denn so einfach ließ ihre Jugendfeuerwehr sie nicht gehen. Welche Überraschungen die Jugendfeuerwehr parrat hatte und wer das Ant des Jugendfeuerwehrwartes zukünftig bekleidet können Sie auf der Website der Jugendfeuerwehr nachlesen.

Jahreshauptversammlung
Jahreshauptversammlung

 

Feuerwehr Oker war jeden 5. Tag im Einsatz – Vier Unwetterereignisse sorgten für hohes Einsatzaufkommen

Insgesamt 75 Einsatzstellen galt es für die Okeraner Feuerwehrfrauen und -männer im vergangenen Jahr abzuarbeiten, berichtete der Stellvertretende Ortsbrandmeister Florian Rowold, der den Jahresbericht der Einsatzabteilung verlas. Die Anzahl der Unwetterereignisse stieg auf vier im Jahr 2018 an. So waren 22 der 75 Einsätze alleine auf die drei Starkregenereignisse und das Sturmereignis am Anfang des Jahres zurückzuführen. Trotzdem verbleibt ein Anstieg um fast 100% im Vergleich zu den Jahren 2010-2012, wo die Wehr im Schnitt bei 30 Einsätzen im Jahr gefordert war. Auch die Zahl der belastenden Einsätze war im vergangenen Jahr nicht gering. Rowold berichtet von vier Einsätzen, bei denen die Einsatzkräfte nichts mehr für die Betroffenen tun konnten.

Gleich zwei harmlos klingende Alarmierungen am Anfang des Jahres entpuppten sich als schwierige und belastende Einsätze. Am Abend des 12. Januar wurde die Feuerwehr Oker zu einem Heimrauchmelder in die Kirchhofstraße alarmiert. Seit der Rauchmelderpflicht kein seltenes Ereignis, aber in diesem Fall zeigte sich was für eine solche Pflicht spricht. An der Einsatzstelle angekommen stellte der Einsatzleiter fest, dass das Erdgeschoss verraucht war und eine Person als vermisst galt. Sofort schaffte sich der Angriffstrupp Zugang zum Gebäude und rettete die vermisste Person binnen drei Minuten ins Freie. Sofort war der Rettungsdienst zur Stelle und übernahm die Versorgung. Leider erreichte die Feuerwehr Oker am Folgetag die Mitteilung, dass die Person nicht überlebt hat.

Ein ähnliches Ereignis folgte am 05. März im Höhlenweg. Dort wurde eine Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus gemeldet. Auch hier erfuhr Einsatzleiter Florian Rowold erst bei den Erkundungsmaßnahmen, dass sich noch eine Dame im Gebäude befinden sollte. Wieder verschaffte sich der Angriffstrupp Zugang zum Gebäude und ging auf Personensuche. Im Obergeschoss erwartete sehr dichter Rauch und starke Hitze die Einsatzkräfte. Ein zweiter Trupp eilte zur Unterstützung. Mit Hilfe der Wärmebildkamera konnte die bewusstlose Frau schnell gefunden und ins Freie gebracht werden. Doch auch hier kam leider jede Hilfe zu Spät.

 

Der Wissensstand der Feuerwehrfrauen und -männer wurde nicht nur bei den wöchentlichen Dienstabenden erweitert, sondern auch bei zahlreichen Lehrgängen. So schlossen Sandro Kiehne und Tim Peckhaus die Truppmann Ausbildung Teil 1 ab. Nicky Naundorf und Joana Märgel waren beim Sprechfunklehrgang, Christoph Dzäbel und Christoph Görlitz sind nun Atemschutzgeräteträger, Nicky Naundorf und Dominik Schöpe schlossen den Maschinisten Lehrgang erfolgreich ab. Auch weiterführende Lehrgänge an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz wurden besucht: Truppführer – Dominik Schöpe, Technische Hilfeleistung – Jannis Marquardt, Verbandführer – Florian Rowold, Fortbildung Gruppenführer – Uwe Metze, Fortbildung Zugführer, Hans-Jürgen Bothe.

 

Jugendfeuerwehr Oker 2018 - Was da so los war

Zu ihrem letzten Jahresbericht als Jugendfeuerwehrwartin kam Kerstin Rademacher ans Mikrofon. Sie berichtete von den vielen Highlights der Jugendfeuerwehr, die neben den grundlegenden Dienstabenden stattfanden. So nahm die Jugendfeuerwehr Oker unter anderem am Vergleichsschießen in Wiedelah teil, unterstützte das örtliche Osterfeuer mit der Strauchguteinsammlung, säuberte den Ortsteil, besuchte die Polizeiinspektion in Goslar und nahm an den Feierlichkeiten der Partnerjugendfeuerwehr Preetz (SH) teil. Das Highlight der Highlights, wie Rademacher es formulierte, fand in den Sommerferien, die eigentlich Dienstfrei sind, statt. Drei Jugendfeuerwehrmitglieder reisten auf Einladung in die Goslarer Partnerstadt Arcachon. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Frankreich und der Schweiz erlebten sie eine spannende Woche. Die Feuerwachen der Stadt wurden besichtigt, etwas Ausbildung betrieben, aber natürlich auch der Strand und die Dune de Pyla, Europas größte Wanderdüne, besucht. „Neben einem offiziellen Empfang im Rathaus Arcachon war es den Jugendlichen eine Ehre an der Parade zum französischen Nationalfeiertag teilnehmen zu dürfen“, berichtet die Jugendwartin. Zum Ende des Jahres 2018 zählt die Jugendfeuerwehr Oker 14 Mitglieder, aufgeteilt in drei Mädchen und elf Jungen.

 

Ernennungen

Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Bothe ernannte die folgenden Kameraden zu Feuerwehrmännern nach Ablegen eines Eids:

Jahreshauptversammlung
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Sandro Kiehne & Tim Peckhaus

 

Beförderungen

Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Bothe beförderte die folgenden Kameraden:

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Christoph Görlitz zum Oberfeuerwehrmann

 

Ehrungen

Stadtbrandmeister Christian Hellmeier (rechts) und Bürgermeister Axel Siebe (links) ehrten die folgenden Kameraden:

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Werner Linke (mitte) (70 Jahre Ehrenzeichen Dienstzeit im Feuerwehrwesen) & Michael Rademacher (2.v.r.) (40 Jahre Ehrenzeichen Dienstzeit im Feuerwehrwesen)

 

Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Bothe ehrte folgende fördernden Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaften:

Jahreshauptversammlung
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25 Jahre: Karl-Heinz Kauczor und 40 Jahre: Michael Bothe

Nicht Teilnehmen und ihre Auszeichnung entgegennehmen konnten Dirk Hartmann und Rolf Wilke (40 Jahre), sowie Fritz Politz (60 Jahre). Sie erhalten ihre Auszeichnung aus den Händen von Ortsbrandmeister Bothe zu einem anderen Zeitpunkt.

 

Bekanntgaben und noch mehr Abschiede

Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Bothe gab während der Versammlung auch einige neue Funktioner bekannt. In der Jugendfeuerwehr wurden Devin Gießmann und seine Schwester Celina Gießmann für das Jahr 2019 als Jugendsprecher gewählt. Der neue Jugendfeuerwehrwart heißt Michael Schärf, er wird vom ebenfalls neuen Stellvertreter Marius Rademacher-Ungrad unterstützt. Und auch in der Einsatzabteilung hat sich etwas getan. Christian Müller ist ab sofort Gruppenführer der 1. Gruppe. In diesem Zuge musste die Ortsfeuerwehr Oker leider auch von einem aktiven Feuerwehrkameraden Abschied nehmen. Der bisherige Gruppenführer Gruppe 1 Dominic Will hat seine Heimat am Anfang des Jahres aus beruflichen Gründen verlassen. Der 30-jährige war vor 20 Jahren im Alter von 10 Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Auch nach seinem Übertritt in die Einsatzabteilung blieb er der Jugendfeuerwehr verbunden und übernahm ab 2007 das Amt des Stellvertretendes Jugendfeuerwehrwartes. 2008 tauschte er die Positionen mit dem damaligen Jugendfeuerwehrwart und blieb bis 2009 in dieser Funktion. Nach einem Jahr als Gerätewart der Ortsfeuerwehr Oker übernahm Dominic Will im Jahr 2013 das Amt des Stellvertretenden Gruppenführers und ab 2015 das Amt des Gruppenführers in der ersten Gruppe. Als Dankeschön für sein langjähriges Wirken in der Feuerwehr überreichten die Ortsbrandmeister ein kleines Präsent. Ein weiterer Abschied erfolgte direkt im Anschluss. Leoni Mönnich schied auf eigenen Wunsch nach rund sieben Jahren aus dem Betreuer-Team der Jugendfeuerwehr aus. Doch, wie auch die bisherige Jugendwartin, bleibt Leoni Mönnich der Einsatzabteilung erhalten. Trotzdem ließen es sich Jugendfeuerwehr und Ortsbrandmeister nicht nehmen sich bei ihr für die geleistete Arbeit zu bedanken.

 

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Jahreshauptversammlung
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Notruf 112

Einen Notfall melden Sie bitte immer über die Notruf 112

Die Ortsfeuerwehr Oker ist eine Freiwillige Feuerwehr und daher nur während Ausbildungsdiensten und Einsätze teilweise besetzt.

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Freiwillige Feuerwehr Oker
Hüttenstraße 2a
38642 Goslar
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